Luftige Momente

Hier einige Aufnahmen von Begegnungen mit Akrobaten der Lüfte und ein bisschen Mee(h)r 🙂

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Madeira und seine Falken. Flugkünstler in der Hauptstadt Funchal im Winter. 🌴

Manchmal komme ich unverhofft zu einem Fotomotive. In diesem Fall wurde ich zunächst durch ihre Rufe auf die Falken aufmerksam. Immer wieder wurden ihre Rufe durch die Geräusche vorbeifahrender Wagen überdeckt und so dauerte es eine Weile, sie aufzuspüren. Es waren drei – zwei Adulte und ein Jungtier.

Ich holte schnell die Kamera heraus, wechselte rasch das Objektiv (irgendwie ist in so einer Situation immer das falsche Objektiv auf der Kamera) und dann los. Die Tiere ließen mir nicht viel Zeit: Mal verschwanden sie in einer Palme, dann  wieder ging es im rasanten Sturzflug aus dem Bild. Einer der Falken ließ sich schließlich auf einem Geländer nieder und so entstand kurz darauf dieses Bild. Erwischt 🙂

Basstölpel im Jugendkleid am Lummenfelsen auf Helgoland. Fliegende Schönheiten.

Im Juni herrscht auf Helgoland an den Brutfelsen im Westen des Oberlandes Hochbetrieb. Begleitet von dem Geschrei aus vielen Tausend Vogelkehlen. Es ist die Zeit der „Big Five„.

Ich habe schon einige Morgen- und Abendstunden dort verbracht und kann mich gar nicht satt sehen am eleganten, spielerisch wirkenden Flug der Basstölpel. Wie sie die zuweilen schwierigen Windbedingungen an dem Klippen beim Landeanflug meistern. Das obige Bild stammt aus einer Fotostudie zum Flugverhalten der Basstölpel. Besonders die Jungtiere mit ihren noch markanten Färbungen haben es mir angetan. Auf dem Foto nicht zu sehen sind meine vor Kälte steifen Finger und mein Zähneklappern.

Und wer sich noch im Luftraum aufhält…

High, higher, Helikopterflug über einen aktiven Vulkan, Kilauea auf Hawai’i. 🌺

Wenn ein Traum wahr wird: Helikopterflug mit ausgehängten Türen über den Kilauea. Ein aktiver Vulkan auf Big Island, Hawai’i. Dabei werden alle Sinne angesprochen, einschließlich Geruchssinn: Die Vulkandämpfe riechen nach faulen Eiern und der Geruch nach verbranntem Holz liegt in der Luft. Der heiße Lavastrom bahnt sich unaufhaltsam seinen Weg.

Der Traum vom Fliegen – mit dem Gleitschirm über der Atlantikinsel Madeira. 🌴

Allen einen guten und sonnigen Wochenstart!

 

Meeresköstlichkeiten charmant übersetzt

Das Meer hält einige Leckereien bereit. Ich bin immer neugierig auf das, was in der Auslage von Restaurants angeboten wird. Wenn die Menükarte in unterschiedliche Sprachen übersetzt wurde, gibt es schon mal Nahrung für die Schmunzelmuskeln. Die Übersetzung ins Deutsche hat da augenscheinlich ihre eigenen Gesetzmäßigkeiten. Hier mit einem Augenzwinkern zwei Beispiele.

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Wie groß mag so ein Tintanfisch wohl sein?
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Wer hier wohl der Namensgeber für diese Köstlichkeit war?

Das Jahr 2017 ist bereits ein paar Tage alt, aber noch jung genug für gute Wünsche:

Frohes Neues Jahr!
Feliz Ano Novo!
Happy New Year!
Gelukkig Nieuwjaar!
Bonne Année!

Alles Gute, Glück, Frieden, Gesundheit, Freude, Mut und Liebe! Macht das Beste daraus!

Stadtnatur – Lebensraum Tideelbe

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Stadtnatur: Teichfrosch (Ranus esculenta) auf Hamburgs Elbinsel Kaltehofe

Die Elbe ist ein einzigartiger Lebensraum und eine vielbefahrene Wasserstraße. Dem Abschnitt zwischen Geesthacht und Cuxhaven, der sogenannten Tideelbe, kommt eine besondere Bedeutung als Kultur- und Naturlandschaft mit prägendem Einfluss als Wirtschaftsader der Region zu. So hektisch das Treiben im Hamburger Containerhafen ist, um so beschaulicher geht es auf der flußaufwärts gelegenen Elbinsel Kaltehofe zu.

Die Insel ist eine von einst zahlreichen Elbinseln der Unterelbe und diente für ein knappes Jahrhundert bis 1990 als Elbwasserfiltrieranlage zur Trinkwassergewinnung. Danach für 20 Jahre nahezu unzugänglich konnte sich ein für Hamburg einzigartiger Naturlebensraum entwickeln. Mittlerweile ist die Anlage ein Industriedenkmal mit Naturpark. Sie besteht aus fast zwei Dutzend Filterbecken, den Schieberhäuschen und dem villenartigen ehemaligen Betriebsgebäude, das nun ein Museum und Cafe beherbergt.

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Brandgänse (Tadorna tadorna) mit Küken auf Nahrungssuche im Flachwasserbereich der Elbe

Die Elbinsel Kaltehofe ist nur zwei S-Bahnstationen vom Hauptbahnhof entfernt. Akustisch trennen diese beiden Orte Welten. Das erste, was ich bei meinem Eintreffen höre, ist ein vielstimmiges Froschkonzert.

Die wassergefüllten Becken der ehemaligen Filtrieranlage sind zum einen beliebter Aufenthaltsort für Lurche wie den Teichfrosch, zum anderen Rastplatz für Wasservögel. Ornithologisch Interessierte können sich u. a. am Klang von Klappergrasmücke, Nachtigal und Fitis erfreuen.

Ich denke, für jeden Natur-, Kultur- und Wasserinteressierten ist etwas dabei. Die vier Stunden auf dem Gelände vergehen wie im Fluge. Auf dem knapp 20 minütigen Fußweg zur S-Bahn tauche ich langsam wieder in die Geräuschkulisse einer Großstadt ein.

 

Big Five & Lummensprung

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Helgoland – ohne Regen kein Regenbogen

Helgoland hält im Juni zwei ornithologische Highlights in den Klippen im Oberland parat: Helgoländer Big Five & Lummensprung.

Helgolands gefiederte Big Five:

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Basstölpel (Morus bassanus) – Akrobat der Lüfte
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Dreizehenmöve (Rissa tridactyla) – gesellige Schreihälse
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Tordalk (Alca torda) – Paar mit Küken

Eissturmvogel (Fulmarus glacialis) – Röhrennasenträger

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Trottellumme (Uria aalge) – Reihen von Klippenspringern
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Vogel-WG: Wer findet das Lummenküken? Kleiner Tipp: eher unterhalb der Bildmitte suchen.

 

Lummensprung:

Lummen sind ausgezeichnete Schwimmer, aber alles andere als geschmeidige Flieger. Zur Brutzeit nehmen sie die Klippen Helgolands in Beschlag. Kräftezehrend ist der Anflug in Höhen von 30 bis 50 Metern. Die erste Zeit versorgen sie ihr Küken fleißig mit Nahrung. Nach ungefähr drei Wochen kommen die Eltern an ihre Leistungsgrenze. Nun ist es Zeit für den Lummensprung. Hier ein sehenswerter Beitrag mit weiteren Details dazu.

Salzige Grüße von Helgoland zum World Oceans Day!

Fleck im Meer

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Nordseeinsel Helgoland mit der Langen Anna.

In der ersten Strophe eines Gedichtes des Helgoländer Dichters James Krüss über seine Heimatinsel kommt mit erstaunlicher Leichtigkeit und Klarheit die Essenz, also das Wesen einer Insel zum Ausdruck.

Irgendwo ins grüne Meer hat
Ein Gott mit leichtem Pinsel,
Lächelnd, wie von ungefähr,
Einen Fleck getupft: die Insel.

Für mich steht dies stellvertretend für alle Inseln im Meer.

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Faszination: Inseln im Meer.

Inseln und der Lebensraum Meer üben schon seit langem eine Faszination auf mich aus. Beim Lesen der Gedichtzeilen kommen augenblicklich Erinnerungen hoch an das  Hawaii-Archipel, Helgoland oder Madeira. Isoliert vom Festland und doch eine in sich geschlossene Welt. Jede dieser Inseln ist einzigartig, was die Tier- und Pflanzenwelt betrifft oder die Menschen und ihr Miteinander. Verglichen mit der Weite des Festlandes gleichen sie eher einem Mikrokosmos.

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Blick bei Sonnenaufgang von der Südküste Madeiras auf die Ilhas Desertas im Atlantik.

Besonders die Inseln vulkanischen Ursprungs wie Madeira oder die Inseln des hawaiianischen Archipels kommen mir wie Werke eines grandiosen Künstlers vor. Gemischt auf der Palette der Natur, manchmal etwas farbenfroher und -reicher. Ein anderes Mal eher in einem gedämpften dunklen Braungrün.

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Sonnenuntergang über dem Pazifik an der Westküste Big Islands, Hawai’i.

In dem Sinne wünsche ich allen ein farbenfrohes Wochenende!